Windpark Gerbstedt
– Repowering –

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Fragen & Antworten

Sehr geehrter Herr Meier,
könnten Sie Pachtverträge (ggf. Mustervertrag), Genehmigungsbescheide und Windgutachten noch vor der a.o. GV zur Verfügung stellen? DIe Unterlagen sollten von jedermann eingesehen werden können, wie Sie selbst geschrieben haben. Eine Prüfung erst am Termin der GV ist definitiv zu spät. Es wäre gut, sie im geschützten Bereich des extranet „windmanager“ einzustellen, wo ich sie neben anderen Unterlagen vermisse, wozu haben wir diese Plattform? (Hilfsweise aber auch an meine Ihnen bekannte email.)

Sehr geehrter Herr Urban, wir werden einige Unterlagen einstellen, auch wenn das Lesen der Gutachten, Genehmigung und Verträge umfangreich wie kompliziert ist. KM

Sehr geehrter Herr Grub,
Anteile, die uns im weitesten Sinne zugerechnet werden können:
wpd Treuhand GmbH 5.112,92 Euro (0,09%);
windinvest 2 GmbH & Co. KG 51.129,19 (0,87%);
windinvest 5 GmbH & Co. KG : Euro 1.160.858,39 (19,86%);
wpd shareinvest GmbH & Co. KG Euro 567.534 (9,71%).
Insgesamt sind das 30,5% der Anteile (Euro 5.844.066).
Derzeit liegen uns 4 Verkaufanfragen kleinerer Anteile vor. Es haben sich bislang keine Interessenten für einen Kauf gemeldet. Insoweit würde die wpd shareinvest GmbH & Co. KG den Kauf anbieten. wpd windinvest 2 ist seinerseits eine Publikumsgesellschaft, in der wir keine Anteile, aber die Geschäftsführung stellen. wpd windinvest 5 ebenso mit der Besonderheit, dass in dieser Gesellschaft ausschließlich Mitarbeiter der wpd-Gruppe engagiert sind.
Sie sehen, wir sind in dem Park selbst ordentlich engagiert und haben ein hohes Interesse an einem guten Verlauf. Ich denke, es ist eine gute Nachricht.

Sind die zu diesem Blog mehrfach erwähnten Unterlagen (z.B. Windgutachten, Pachtverträge, Kreditverträge ggf als Entwurf) für die Teilnehmer auf der ao GV in schriftlicher Form verfügbar ?
Inwieweit und für welche voraussichtliche Dauer kommt es zu einem Wiederauflegen der Haftung nach §172 HGB. Kann es hier auch ggf zu einer Rückforderung von Ausschüttungen der letzten 20 Jahr kommen. Inwieweit ist ein Ausstieg auch unter Freizeichnung der Nachhaftung ausscheidender Kommanditisten vorgesehen bzw möglich ?

Sehr geehrter Herr Bigalke, alle Unterlagen sind verfügbar und wir stellen die Originale in ein paar Ordnern vor. Inhaltlich wird man sich eher nur einen Überblick verschaffen können. Nutzungsverträge sind schon einige hundert Seiten. Konditionen sind aber gleich (nur einige Pachten sind kapitalisiert – also vorab abgezinst in einer Summe gezahlt), Dauer ist jeweils 30 Jahre ab IB. Wer möchte kann vorab auch gerne mal einen Mustervertrag haben. Die weiteren Weichen nicht ab. Windgutachten sind auch nicht mit einem Blick wahrzunehmen. Die Gutachter haben Auflagen der BImschG berücksichtigt. Ansonsten stellen wir das nochmal dar. Kreditvertrag haben wir am 10.1 nicht als Entwurf, aber wir können essentials des Vertrages darstellen. Sind bei uns im Wesentlichen immer gleich. Ggf könnten wir einen Banker hinzubeten.

Eine Inanspruchnahme nach Par 171, 172 HGB ist sehr theoretisch. Das setzt ja immer eine Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft voraus. Durch das Repowering kommen keine neuen Haftungsrisiken. Dritten haftet man 5 Jahre nach. Schuldrechtlich kann diese Haftung im Innenverhältnis übernommen werden.

Sehr geehrter Herr Dr. Meier,
einige Kommanditisten möchten für die a.o. GV am 10.01. die folgenden Anträge fristgerecht einbringen. Ich darf sie Ihnen im Namen von Dr. Christian Herz, Dr. Philipp Jedelhauser, Frau Susanne Schwarz und Herrn Detlef Urban übermittteln. Ich bitte Sie, die Anträge in die endgültige Tagesordnung und auf dem Abstimmungs-/Weisungsbogen aufzunehmen und an die Kommanditisten mit der geänderten Tagesordnung zu versenden.

Mit freundlichen Grüßen
Detlef Urban

Anträge für die a.o. GV des Windpark Gerbstedt GmbH & Co KG am 10.01.2020, 11.00 Uhr

Antrag 1 von Dr. Herz, Dr. Jedelhauser, Fr. Schwarz, Hrn. Urban:
Prüfung des Repoweringprojektes durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer
„Die Gesellschafterversammlung beschließt, die Zustimmung zu den vorliegenden Projektplänen für ein Repowering von deren Prüfung durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer und einen Juristen (Gesellschaftsrecht) abhängig zu machen und die Abstimmung unter TOP 6 bis nach dem Vorliegen der Prüfergebnisse zu vertagen. Die Geschäftsführung der Windpark Gerbstedt GmbH & Co. KG legt zur Prüfung alle Genehmigungen, Berechnungen und Verträge/Entwürfe (behördliche Zulassungen mit Rechtsbehelfsbelehrung über Widerspruchsfristen, Pachtverträge, Kreditverträge bzw. -zusagen, aus denen die Konditionen hervorgehen, Wartungsverträge, Geschäfts- und Betriebsführungsverträge) vor. Der Weiterbetrieb der bestehenden Windpark Gerbstedt GmbH & Co. KG ist als wirtschaftliche Alternative in die Prüfung einzubeziehen, mögliche Erlöse und Risiken sind darzustellen. Dazu legt die Geschäftsführung valide Zahlen, Betriebs- und Liquiditätsergebnisse der bestehenden Gesellschaft vor.“
Der Antrag ist vor TOP 6 „Beschlussfassung über ein Übernahme…“ abzustimmen und bedarf zur Zustimmung der einfachen Mehrheit.
Begründung: Ohne Offenlegung und Prüfung der genannten Verträge und Unterlagen ist keine Einschätzung der Chancen und Risiken möglich, der Beschluß über eine Weiterführung der Alt-Gesellschaft unter Einbeziehung der Neu-Gesellschaft wäre bei fehlender Information durch Anfechtungsklage ggf. nicht haltbar. Im Rundschreiben v. 26.11.2018 an Herrn Dr. Jedelhauser (s. Extranet „windmager“) hat sich Geschäftsführer Dr. Klaus Meier festgelegt: „Aus unserer Sicht ist es ganz unkritisch, wenn man vor einer Entscheidung über ein Repowering eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Prüfung der Verträge, Zahlen und Prognosen beauftragen würde. Diese Beauftragung kann durch eine Gesellschafterversammlung erfolgen – und Unternehmen aus dem Hause wpd würden sich bei der Abstimmung enthalten.“
Es wird erwartet, daß sich die wpd Gruppe bei der Abstimmung des oben gestellten Antrags enthält.

Antrag 2 (Dr. Herz, Dr. Jedelhauser, Fr. Schwarz, Hr. Urban) / Alternativ zu TOP 6 der Tagesordnung:
Verkauf und Liquidation der Windpark Gerbstedt GmbH & Co. KG
„I. Die Gesellschafterversammlung beschließt, die Windpark Gerbstedt GmbH & Co. KG (Alt-Gesellschaft) an eine(n) meistbietende(n) Käufer(in), z.B. Windpark Gerbstedt Repowering GmbH & Co. KG, zu verkaufen. Die Alt-Gesellschaft wird nach dem Verkauf liquidiert. Den Alt-Gesellschaftern ist von der neuen Gesellschaft vertraglich eine Wiedereinlage (Vorkaufsrecht) von Anteilen an der neuen (repowerten) Gesellschaft mindestens in Höhe der bisherigen Einlage einzuräumen.
II. Der Kaufpreis für die Alt-Gesellschaft wird Zug um Zug bei Abbau der Alt-Anlagen ausbezahlt. Die Rückbau-Kosten werden von der Neu-Gesellschaft übernommen. Erträge und Gewinne aus dem noch laufenden Betrieb sowie Ausschüttungen aus der Liquidität ab 2018 der (Alt-) Gesellschaft sind den Alt-Kommanditisten anteilig gutzuschreiben. Bisherige Planungskosten für Gerbstedt Repowering gehen nicht zu Lasten der Alt-Gesellschafter. “
Begründung: Laut Schreiben v. 13.12. 2019 bedarf es für den repowerten Windpark nicht der Einwerbung von neuem Kapital. Die Alt-Gesellschafter können ihre Anteile in die Neu-Gesellschaft neu einlegen, sie überführen sie aber nicht in derselben (Alt-)Gesellschaft. Nur durch Verkauf und Liquidierung des Windpark Gerbstedt GmbH & Co. KG ist ein sauberer Schnitt für alle und insbesondere ein Ausscheiden solcher Alt-Kommanditisten möglich, die keine weiteren 20 Jahre für sich oder ihre Erben Verpflichtungen übernehmen wollen und zeitnah eine Enthaftung anstreben. Eine Weiterführung („Überführung“) der Alt-Gesellschaft würde hingegen alle Gesellschafter in die weitere Nachhaftung bringen und den Rückgriff auf bisherige und künftige Ausschüttungen ermöglichen. Die für 2018 bereits beschlossene und für das 4. Vj. 2019 avisierte Ausschüttung ist unter Verletzung des Gesellschafterbeschlusses von der Geschäftsführung einbehalten und nicht ausbezahlt worden, sie soll nach Auskunft des Rundschreibens der GF zusammen mit den Ausschüttungen für 2019 bis 2021 der Bildung des Kapitaleigenanteils einer neuen Gesellschaft dienen, über die bisher aber gar nicht beschlossen worden ist. Da die Ausschüttungen 2018-2021 nach dem geplanten Modell einer Weiterführung der Alt-Gesellschaft ebf. der Nachhaftung unterliegen, könnten den Kommanditisten aus der Alt-Gesellschaft somit Ausschüttungen (2018-2021) i.H.v. ca. 50 Prozent bezogen auf ihr Einlagekapital verloren gehen. – Das Insolvenzrisiko für die Kommanditisten erhöht sich zudem durch die geringe Eigenkapitalquote von <10 Prozent an der Gesamtinvestition der Neu-Gesellschaft und die Abhängigkeit von der angeschlagenen NordLB als Hauptdarlehensgeber (ca. 90 %).

Sehr geehrter Herr Urban,
Wir werden die Ablehnung beider Anträge empfehlen. Bis auf abgeschlossene Pachtverträge für die Fläche sind keine Verträge geschlossen. Das können wir erst nach der Beschlussfassung. Bei dem Abschluss müssen wir uns im Rahmen des Investitions- und Finanzierungsplanes bewegen. Das ist die Sicherheit für die Gesellschafter. Aber wir können die Kosten der baulichen und elektrischen Infrastruktur schon weitestgehend abschätzen und haben deutliche Sicherheitsreserven der Gesellschaft eingeplant.

Derzeit könnte ein Wirtschaftsprüfer nur die Richtigkeit unserer Kalkulation prüfen. Das können Sie aber selbst auch und wenn Fragen bestehen, dann können wir jede einzelnen Position erläutern. Ansonsten ist es schlichte Mathematik. Die BImSchG ist von unserer Seite bereits rechtlich geprüft und es sind keine groben Fehler festgestellt worden (es gab nur redaktionelle Änderungsvorschläge). Für die Prüfung von Windgutachten fehlt Wirtschaftsprüfern und Juristen ohnehin die Basis. Wir glauben daher im Ergebnis, dass es Geld und Zeitverschwendung ist. Und insbesondere der zeitliche Aspekt wiegt schwer: Wir versuchen die Ausschreibung am 1. Februar zu erreichen, weil wir relativ sicher sind, dass diese bereits überzeichnet ist und sich im Jahresverlauf größere Mengen entwickeln und daher die Preise in den Ausschreibungen kontinuierlich sinken könnten. Wenn wir beispielsweise erst 9 Monate später teilnehmen können, kann das einen irreversiblen Schaden haben. Verbessern kann sich die Situation eigentlich nicht, da der Höchstpreis mit 6,2 Cent/kWh (100% Standort) festgelegt ist und wir Stand heute relativ nah an den Höchstpreis rankommen.

Den Antrag zu 2 halten wir für extrem bürokratisch und wertvernichtend. Wenn jemand aussteigen will, dann kann er heute einen sehr viel bedeutenderen Wert erzielen, wenn er zum Preis von 130% der Nominalanlage verkauft. Zu diesem Preis bieten wir den Kauf gerne an. Im Rahmen einer Liquidation kann sich dieser Wert nicht ergeben. Sollte ihrem Antrag zugestimmt werden, könnten relevante Schäden für alle Gesellschafter eintreten.

Ich stehe Ihnen und auch allen weiteren jederzeit und gerne für ein Gespräch zur Verfügung. Ich verstehe sehr gut, dass es eine besondere Materie ist und auch Unsicherheiten bestehen können. Wir sind Deutschlands führender Entwickler und Betreiber von Windparks, wir gehören zu den weltweit führenden Unternehmen in diesem Segment. Wir haben im Windpark Gerbstedt eine belastbare Planung vorgelegt. Investitionen und Betriebskosten sind nahezu komplett gesichert. Die Erträge sind über zwei renommierte Gutachter errechnet und wir haben einen Sicherheitsabschlag von 8,2 % zum Mittelwert genommen. Jetzt besteht eine einmalige Chance für den Windpark.

Wenn Sie uns nicht vertrauen, dann bitte ich Sie in den Windparks Bokel, Meyn, Hasenkrug, Wehren, Hassenbüttel, Bockenem, Kyritz und Wangenheim-Hochheim Kontakt zu den Beiräten aufzunehmen. In diesen Publikumsfonds haben wir erfolgreich repowert und wir sind uns sicher, dass in einem Gespräch die Beiräte (wie auch alle weiteren Gesellschafter) eine große Zufriedenheit zum Ausdruck kommt! Jeweils haben sich die Werte der Kommanditanteile mit dem Repowering enorm erhöht.

Prüfen Sie bitte sodann, ob bei Ihnen im Ende September tatsächlich keine Zahlung eingegangen ist. Laut unserer Buchhaltung sind weitere 5% ausgezahlt worden.

Mit den besten Grüßen

Welche Interessen werden hier vertreten? Mit Sicherheit nicht die Interessen der Mitkommanditisten, die 9 Jahre auf die Repowering-Gelegenheit gewartet haben. Die Zielsetzung der Herren Urban, Dr. Herz, Dr. Jedelhauser und Frau Schwarz erschließt sich mir nicht. Ein sofortiger Verkauf ihrer Anteile würde sie finanziell besser stellen.
Sollte Antrag 1 durchkommen, könnten wir das Repowering wahrscheinlich endgültig abhaken.
Wir müssten „bescheuert“ sein (die Affinität zu einem bestimmten Politiker sticht ins Auge), wenn wir diese nicht nochmals auftretende Gelegenheit ungenutzt lassen,
Als Kommanditist etlicher Windkraftfonds diverser Anbieter (seit 1998) verfolge ich die Branchenentwicklung in D. insbesondere die Repowering-Aktivitäten seit 2010.
Die mir bekannten R-Projekte liefern durchweg gute bis hervorragende Ergebnisse für die Alt-Gesellschafter, ganz im Gegensatz zu den Alt-Fonds seit 1998 (nicht ein einziger meiner Altfonds hat die projektierten Ergebnisse realisiert). Zu den Gründen des „flächendeckenden Scheiterns“ habe ich eine bestimmte Meinung bzw. Theorie, dazu ggf. später.
Fazit: Völlig unabhängig vertrete ich ausschließlich meine eigenen Interessen und stehe z.B. Entwicklern/Betreiber von Windparks absolut kritisch (dazu gehört auch die wpd-Gruppe).
Aber: Das Repowering sehe ich als einmalige wirtschaftliche Gelegenheit. Diese Chance würde ich gerne auch bezüglich meiner anderen WK-Fonds wahrnehmen, wenn die Möglichkeit vorhanden wäre.
Frage an Dr. Meier: Gibt es eine vollständige Auflistung der bisherigen Repowering-Projekte in Deutschland incl. der bis dato erzielten
Ergebnisse?

Sehr geehrter Herr Hebeler,

der Blog ist einerseits zum Fragestellen aber auch zum freien Austausch zwischen den Kommanditisten da. Wir bewerten die ersten Punkte entsprechend als Meinungsaustausch und kommentieren nur kurz und allgemein wie folgt:

Die wpd windmanager hat hier die Rolle der Geschäftsbesorgerin und – aus unserer Sicht wirtschaftlich und planerisch eindeutig – wurde das Repowering auf Kosten der wpd als Planungsträger vorangetrieben. Die Konzeption ist bei uns im Haus von Anfang an zusammen mit Ihnen als Kommanditisten zu repowern. Der Beirat war hierbei eingebunden und auch auf den Versammlungen wurde ausführlich zum Stand Repowering berichtet. Dadurch unterscheiden wir uns von anderen Marktteilnehmen und wir sind der Meinung, dass dieses Vorgehen und dieses Projekt eine einzigartige Chance für alle Beteiligten darstellt. Auch in anderen Projekten verfahren wir in dem Repowering so. In diversen Projekten konnten wir bereits erfolgreich ein Repowering umsetzen, in anderen Projekten ist da teilweise nicht möglich, meist aus genehmigungsrechtlichen oder raumplanerischen Gründen. Jedes Projekt wird aber auf ein mögliches Repowering geprüft und in der Machbarkeit bewertet.

Zu den Ergebnissen der Repoweringprojekte bisher:

• Wir haben nur den vollen Einblick in unsere Projekte. Es könnten zwar ggf. die Repoweringprojekte anderer Betreiber anhand von Ertragsdaten nachvollzogen werden, jedoch fehlt dann hier der wesentliche Input wie Pachten, Annahmen aus den Windgutachten, Betriebskosten etc.
Deswegen versuchen wir das also gar nicht.
• Bei den bisher gelaufenen Repoweringvorhaben haben wir einmal für 5 Projekte (Hasenkrug, Bokel-Ellerdorf, Drochtersen, Kyritz und Bockenem) die auch als Publikumsfond umgesetzt wurden die Performance verglichen. Ein kurzer Hinweis, bei allen Projekten war das Repowering mit einer derartig guten Wirtschaftlichkeit, so dass bereits vor Ende EEG für die alten Anlagen repowert wurde.
• Wir sehen bei all diesen Projekten ein Einhalten der Wind- und Ertragsannahmen, teilweise sogar auch eine deutlich bessere Performance. Dieses hängt im Wesentlichen an folgenden Gründen.

1. Besserer Stand der Technik und Erkenntnis in den neuen Wind- und Ertragsgutachten
2. Aussagekräftige und langjährige Referenzen direkt vom Standort
3. Deutlich zuverlässigere und in den Kenndaten verifizierte Anlagentechnologie und durch höhere Nabenhöhen und größeren Durchmesser deutlich höhere Erträge im Vergleich zu den alten Anlagen am gleichen Standort.
4. Standortspezifische und von den Unsicherheiten abhängige Sicherheitsabschläge auf das Projekt (keine pauschalen 10% mehr).
5. Wirtschaftlich: Geringere Pachtkosten und insb. gute bis sehr gute Bezugskosten für die Anlagen.

• Weiterhin haben wir die Repoweringprojekte Meyn, Wehren-Hassenbüttel und Sillerup (Teil von Bokel-Ellerdorf) in Schleswig Holstein in Betrieb. Alle drei Projekte haben starke Abschaltungen durch Einspeisemanagement. Diese werden zwar kompensiert erschwert jedoch eine Auswertung der eigentlichen Ertragsdaten, deswegen hier ein Blick auf die wirtschaftlichen Kennzahlen bis 2018.
• Das Projekt Wehren ging bereits 2009 in Betrieb und hat bis jetzt 223% ausgeschüttet. Prognostiziert war ein leicht höherer Wert, doch es wurde in 2016 zugebaut. Für Meyn haben wir noch zu wenig Daten für eine belastbare Prognose. Anhand der korrigierten Erträge sieht es aber danach aus, dass das Projekt in den Erträgen leicht über der Prognose läuft.

• Im Bau befinden sich gerade das Projekt Wangenheim Hochheim (ebenfalls mit Vestas V126 und V117) und es wurde im November das Projekt Blender Repowering (mit Vestas V112) in Betrieb genommen.
• Eine weitere Genehmigung haben wir für das Teilrepowering im WP Kemnitz (mit Enercon E-138) erhalten. Das Projekt Bergedorf (bei Oldenburg) mit Enercon E-1326 geht ab Mai 2020 in den Bau.

Ein vollumfängliche Liste aller durchgeführten Repoweringprojekte in Deutschland ist uns nicht bekannt. Fakt ist aber, die Zahlen werden im Rahmen der Statistik erfasst und das Repowering ist auch elementarer Bestandteil des Ausbaupfades Erneuerbare Energien.
Hierzu folgende Links als Auswahl:

https://de.wikipedia.org/wiki/Repowering
(leider etwas veraltet)
https://www.windguard.de/jahr-2018.html
(hier die Statistik mit den Zahlen zum Rückbau und Repowering-WEA)
https://www.fachagentur-windenergie.de/fileadmin/files/Veroeffentlichungen/FA_Wind_Zubauanalyse_Wind-an-Land_2018.pdf
(Aktuelle Zahlen und Fakten)

Sehr geehrter Herr Hebeler,

herzlichen Dank für Ihre Anmerkung. Meine Kollege Peter Spengemann antwortet noch ausführlicher. Wir können nur für unsere Repowering-Projekte sprechen – und bislang ist noch jedes eine Erfolgsgeschichte! In Gerbstedt wird es auch eine. Wäre ein Soll-Ist der Investitionen und Ausschüttungen in den bisherigen Repowering-Projekten hilfreich? Könnten wir versuchen bis zum 6.1. fertig zu haben und auf dieser Seite einzustellen.

Sehr geehrter Herr Meier,
besten Dank für die schnelle Antwort.
Ein Soll-Ist-Vergleich der WPD-Repoweringprojekte wäre ausreichend bzw. hilfreich als Entscheidungshilfe.
Ich würde die Daten dann als in etwa repräsentativ für den deutschen R-Markt einstufen.
Viele Grüße aus Wetzlar

Robert Hebeler

„Guten Tag,
bei der anberaumten Gesellschafterversammlung am 10.01.2020 werde ich nicht anwesend sein, würde als Kommandantist aber für das Repowering stimmen.
Auf welchem Wege kann ich meine Stimme schriftlich abgeben?
Mit freundlichem Gruß

Sehr geehrter Herr Bauckholt,
vielen Dank für Ihr Vertrauen.
Die Weisungen für die Gesellschafterversammlungen werden nach Ablauf der Frist für Anträge zur Gesellschafterversammlung, am 30.12.2019 per Post versendet.
Mit dieser Weisung können Sie Ihre Stimme schriftlich abgeben.
Freundliche Grüße,
Pamela Frömmel (Fondsmanagement)

Die Ausschüttungen im Windpark Gerbstedt belaufen sich nicht auf 155 Prozent, wie im Anschreiben mitgeteilt, sondern nur auf 132 Prozent. Warum diese fehlerhafte Angabe? Die auf der GV am 23.09. bereits beschlossene zusätzliche Ausschüttung zu Beginn 4. Vj. 2019 (für Geschäftsjahr 2018) wurde nicht ausbezahlt. Wird der Liquiditätsstau von 1.3 Mio. Euro (Stand 13.12.) produziert, um einen Teil der Planungskosten i.H.v. 2 Mio Euro, verursacht von der wpd Tochter e3 GmbH, nach dem Beschluß der a.o. GV zu begleichen? Diese Kosten sind nicht spezifiziert. Für die Rückbaureserve i.H.v. ca. 680 Tsd. Euro ist der Rückhalt der Liquidität in doppelter Höhe nicht zu rechtfertigen. Wie sollen die Alt-Kommanditisten, die diese Ausschüttung nicht erhalten haben, aber nicht in den neuen WP mitgehen wollen, entschädigt werden? Welche Modelle des Ausscheidens sind angedacht: Rückkauf der Anteile durch die Neu-Gesellschaft, in welcher Höhe? Beendigung der Nachhaftung durch Liquidierung der Alt-Gesellschaft?

Sehr geehrter Herr Urban,
in der Tat rechnen wir – ohne Repowering – für 2020 und 2021 noch mit einer Entnahme von rund 23%. Das sind die zu vergleichenden Fälle, daher die prognostizierte Gesamtausschüttung von 155%.

Entnahme prüfe ich gerne und komme darauf zurück. Meines Wissens ist eine Ausschüttung für das Geschäftsjahr erfolgt.

Wir haben keinen „Liquiditätsstau“. Rund 1 Mio. Euro halten wir immer vor für ungeplante Reparaturen etc. Im Januar sind stets auch Jahreswartung und Pachten zu zahlen. Wenn wir repowern wollen, macht es dann aber Sinn statt noch 23% auszuschütten, diese als Eigenkapital einzusetzen.

Die Kostenpositionen der Planung sind dezidiert aufgeschlüsselt. Die Planung kosten runden 750 TE für Stundenhonorarae (Nachweise können gerne eingesehen werden) und 120 TE Erfolgsgebühr. Das ist sehr BILLIG!

Wer gegen ein Repowering ist, stimmt dagegen. Es bedarf einer Beschlußmehrheit von 75%. Wer gegen ein Repowering ist, kann seinen Anteil aber auch für 130% oder mehr jetzt verkaufen. Das kann man in dem alten Windpark niemals noch verdienen. Für Kauf steht wpd invest zur Verfügung, wir vermitteln aber auch gerne unter den Gesellschaftern.

Die Altgesellschaft wird nicht liquidiert. Es besteht kein ernsthaftes Haftungsrisiko. Das Risiko der Repoweringgesellschaft ist auf das Eigenkapital beschränkt.

Bis heute sind 132 Prozent ausgeschüttet worden. 6 Prozent stehen noch aus für 2018. Sie rechnen dann für 2020/21, hingegen kommt 2019 in Ihren Berechnungen gar nicht mehr vor. Ihre Prognosen sind deshab entsprechend gefärbt.
Wie immer man auch die Rücklagen für einen Rückbau ansetzt – Sie rechnen ca. 680 Tsd. – oder ob man in einem „Power-Purchase-Agreement“ den Alt-Park verkauft, es bleibt dabei, daß es ggw. einen Liquiditätsstau von ca. 1,4 Mio Euro gibt, den Sie u.a. für eine noch nicht beschlossene Gesellschaft rückbehalten.

Lieber Herr Urban, nach meinen Unterlagen sind Ende September weitere 5% ausgeschüttet worden. Prüfen wir nach Weihnachten. 155% ergeben sich über 20 Jahre, also bis einschließlich 2020. 2019 ist entsprechend auch enthalten. Ab dem Jahr 2021 bekämen wir nur eine Vergütung nach dem Strommarkt. Entweder über einen Vertrag mit fester Laufzeit – da trauene wir uns derzeit eine Vermarktung um 3,5 Ct./kWh zu oder nach den Konditionen der Strombörse. Da liegen wir aktuell eher um 3 Cent/kWh. Die Betriebskosten (Pachten, Wartung, Instandhaltung, Dienstleistungen) liegen aber bei rund 4 Cent/kWh. Signifikante Gewinne für 2021-2026 sind nicht zu erwarten. Sie können das aus unserem Anschreiben rechnerisch nachvollziehen. Ist nicht schwierig. — Bei einem Verkauf des Altparks wird man keinen großen Erlös erzielen – alle Käufer berechnen den Restzeitraum. Wenn man wirklich verkaufen will, dann kann man jetzt einen hohen Preis für seinen Anteil erzielen. Besser ist aber, dass man in das Repowering geht. Danach steigen die Werte ggf. nochmals enorm.

Richtig ist, daß eine Ausschüttung von 5 % vorgenommen worden ist. Allerdings steht unter VIII. in der Präsentation / Protokoll der GV zu 2018, daß „für das Jahr 2019 eine weitere Vorabausschüttung, die über 6 % liegt, geplant ist. Der Liquiditätsbestand per 31.08.2019 ist in Höhe von 814.763 Euro kalkuliert. Bei normaler weiterer Entwicklung sollte Anfang des 4. Quartals wieder eine Ausschüttung vorgenommen werden können.Diese Entnahme steht aber unter folgendem Vorbehalt: Sollte die Gesellschaft die BImsch-Genehmigung bis Ende September erhalten und die Gesellschafter ein Repowering beschließen, kann dieser Entnahmebetrag ganz oder teilweise ggf. als Eigenkapital im neuen Projekt eingesetzt werden.“
Es geht genau um diese Ausschüttung von 6 Prozent, die zurückgehalten wird für ein neues Projekt. Ende September lag eben keine Genehmigung vor, der Liquiditätsstau hat sich bis heute erhöht (> 1.4 Mio.), es kann kaum gesagt werden, daß sich bei den guten Ergebnissen, die der Windpark bis Ende 2019 auswirft, keine „normale Entwicklung“ zu Beginn des 4. Vj. ergeben hat. Es gibt auch keinen Beschluß, daß dieses Kapital für das Repowering zurückbehalten wird. Wenn den Kommanditisten nicht ausbezahlt wird, was ihnen zusteht, wie soll Vertrauen in die neuen, teils nicht unterlegten Planzahlen entstehen?

Aha! Ausschüttungen für 2018 sind alle planmässig erfolgt. Dann sind wir uns ja einig und Herr Urban hat offenbar auch das Geld auf dem Konto. Hlörte sich anders an.

Ausschüttung für 2019 wird auf der ordentlichen Gesellschafterversammlung 2020 beschlossen und dann vorgenommen. Eine Vorabausschüttung ist im Gesellschaftsvertrag nicht vorgesehen. Wir haben das in letzten Jahren aber teilweise in Abstimmung mit dem Beirat gleichwohl gemacht! Wir könnten aktuell bis zu 20% entnehmen. Wir raten dazu aber nicht, da wir die große Chance haben ohne neue Eigenmittel zu repowern. Und etwas Eigenkapital werden wir bei einem Invest von 45 Mio. benötigen. Also: Welchen Sinn macht eine Entnahme, wenn es wenige Monate wieder eingelegt werden muss.

Im Anschreiben 4 Seite 2 unten sprechen Sie von * zunächst * acht Vestas. Können im Rahmen dieses Windparks noch weitere Anlagen errichtet werden? Falls ja: Ist das Thema Windabschattung bei den Gutachten berücksichtigt? Bei wem liegen die Rechte?

Lieber Herr Dr. Ruck, es sind neun (9) Anlagen geplant und in den Gutachten berücksichtigt. Genehmigt sind acht (8) WEA, an der neunten arbeiten wir. Würden wir die Erträge auf acht WEA beziehen und davon ausgehen, dass die neunte WEA nicht kommt, lägen die Erträge 1,5% höher.

Es waren, soweit wir unterrichtet wurden, 9 Anlagen beantragt, was die Rentabilität des Fonds entspannter und nicht so eng dargestellt hätte. Warum sind nur 8 genehmigt, der 9. nicht? Handelt es sich um Umweltauflagen? Es hat in Gerbstedt in diesem Sommer kriminelle Fälle von Vandalismus gegeben (Schaden 100 Tsd Euro bei Diebstahl von Kameras im Windpark). Woraus speist sich die Zuversicht, daß es keine nennenswerten Widersprüche auf lokaler/regionaler Ebene im Genehmigungsverfahren geben wird? Liegen die Genehmigungsschreiben vor (bitte vorlegen), wie sind die Widerspruchsfristen, erstecken sich diese nach den Termin der a.o. GV?

(1) Es sind 9 WEA beantragt. Bezüglich einer WEA gibt es eine Nachuntersuchung in der Raumnutzungsanalyse. Wir gehen davon aus, dass diese später nachgezogen werden kann. Die Rentabilität des Neu-Windparks ist aber sehr hoch. Sie wird durch eine 9. WEA nicht extrem höher. Ihre Wertung die Rentabilität sei „nicht entspannt“ bzw. „eng“ halte ich für abstrus. (2) Widersprüche sind innerhalb eines Monates nach Veröffentlichung der Genehmigung möglich. Veröffentlichung erwarten wir Mitte/Ende Januar. Widersprüche sind häufig. Die Details sind umfassend geprüft, ein erfolgreicher Widerspruch ist unwahrscheinlich. Bei uns ist in über 20 Jahren noch keine Genehmigung erfolgreich angefochten worden. Wenn es Widersprüche gibt, dann prüfen wir diese natürlich sorgsam. Wenn es nicht bedenkenfrei wäre, dann arbeiten wir das erst ab. Nehmen wir an der Ausschreibung 1.2. teil – was wir kaufmännisch empfehlen – haben wir 30 Monate für den Bau Zeit. Wenn Widerspruchsverfahren laufen, dann kann man die Frist verlängern. Wir würden nicht in den Bau eines Projektes gehen, welches rechtlich ungesichert ist. (3) Der Vandalismus betraf keine Windenergieanlagen, sondern ein Vogel-Detektionssystem, welches wir versuchen in den Markt zu bringen. Die Kamera ist schlechter als Anlagen selbst zu schützen. Wir sind bei den Anlagen wie auch bei dem Detektionssystem versichert.

Zu dem Beschlussvorschlag: die Anlage A -Investitionsplan- und die Anlage B -Auflistung der Verträg- kann ich nicht finden.

Waren auch nicht gesondert aufgeführt, sondern finden Sie im Anschreiben aufgeschlüsselt und erklärt. Dazu gibt es keine Veränderungen. Da wir noch weiter intensiv dran arbeiten und noch nicht alle Preise haben, kann es noch leichte Änderungen ergeben. Sieht aber schon sehr stabil und ohne Änderungen aus!

Wir können am 10. Januar keinen Beschluss fassen, der auf nicht vorliegende Anlagen verweist. Schlage vor, diese kurzfristig zu übersenden.

Wie schon gesagt, liegen die Zahlen ja jedem vor. Mit der Übersendung der Vertretungsvollmachten und ggf. weiterer Anträge übersenden wir auch noch Anlagen A und B.

Anlage A Investitionsplan
Investitionsplan:
8 Windenergieanlagen mit Fundamenten, Wege, Straßen, Kranstellflächen und sonstigem Tiefbau, interner und exter-ner Verkabelung sowie Steuerung des gesamten Baus zum Festpreis Euro 35.000.000
Umspannwerk Euro 1.550.000
Planungskosten (Gutachten und Genehmigungen, Zahlung Standortrechte, Planungsvergütung) Euro 1.933.000
Sonstige Kosten, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, Aval-provisionen Bankbürgschaft gegenüber Vestas Euro 775.000
Projektsteuerung einschließlich kapitalisierter Pachten, Vorfi-nanzierungskosten, Kosten an Alt-KG und Konzeptionskosten wpd Euro 4.677.000
Freie Kostenreserve und Glättungsbetrag Euro 1.066.000
Gesamtinvestition Euro 45.000.000

Anlage B Betriebskosten
Vollwartungsvertrag mit Vestas, Laufzeit 15 Jahre TE 456,7
Versicherung TE 32,3
Betriebsführung, 1,75% der Einnahmen, min. 65 TE 82,1
Geschäftsführung, 1,5% der Einnahmen, min. 56 TE 70,3
Pachten TE 321,2
Rückbaurückstellungen TE 66,0
Diverse Kosten einschl. Kosten UW TE 211,0
Aktive Rechnungsabgrenzung TE 215,6 T
Summe 2024 1.455,2 T Euro

Es müßten,um die Rentabilität beurteilen zu können, Kreditverträge mit den Banken (insbes. der angeschlagenen Nord LB, die auf 18 Jahre zu ca. 90 Prozent finanzieren soll), behördliche Genehmigungen mit Widerspruchsfristen, Pachtverträge, Windgutachten, Betriebs- und Wartungskosten, Planungskosten der wpd Tochterfirma e3 GmbH u.a.m. vorgelegt werden. Schließe mich Dr. Ruck an: sonst kann kein Beschluss gefaßt werden.

Dazu hat sich der Kommentar wohl erledigt. Aber in Stichworten auch hierzu noch mal: Alle Unterlagen sind einsehbar und können auch angefordert werden. Kreditverträge und viele andere sind NICHT abgeschlossen. Da warten wir auf den Beschluss. Wir sind verpflichtet innerhalb der Grenzen des Investitionsplanes zu handeln und – mit Verlaub – die Umsetzung solcher Projekte ist unser Tagesgeschäft.

Dieser Windpark hatte große Probleme mit dem ersten Windgutachten vor 20 Jahren. Von daher sind diesbezüglich kritische Fragen sicher nachvollziehbar.
Liegen von vergleichbaren Standorten bereits Betriebs-Erfahrungen hinsichtlich der notwendigen Extrapolation auf die neue Narbenhöhe vor? Liegen die beiden Windgutachten bereits vor? Sind Sie im internen Bereich einsehbar?

Die beiden Windgutachten liegen vor. Senden wir Ihnen gerne zu. Ein Gutachten muss noch Neuerungen aus der Genehmigung aufnehmen; das wird bis Ende der ersten Januar-Woche erledigt sein (wir haben die erwarteten Änderungen vorweg genommen). (1) Generell kann man sagen, dass sich die Prognosegenauigkeit in den letzten 20 Jahren deutlich verbessert hat. Abweichungen wie in Gerbstedt sehen wir heute nicht mehr. (2) Die Berücksichtigung der 20Jahres-Daten führt zu einer konservativen Einschätzung. In unseren Repoweringvorhaben liegen wir eher über denn unter den Prognosewerten. Können wir für Bokel, Hasenkrug-Hardebek, Meyn und andere zur Gesellschafterversammlung mal vorbereiten. (3) Wir rechnen mit dem P-75 Wert, was hier einem Sicherheitsabschlag von 8% entspricht. Das ist der Wert, der mit einer Wahrscheinlichkeit von 75% erreicht wird. (4) Das EEG 2017 gleicht gute und schlechte Standorte an. Schlechtere Standorte erhalten eine höhere Vergütung und bessere einen niedrigere. Ganz grob: Würde Gerbstedt 10% weniger produzieren, würde man nur 4% der Erlöse verlieren. Umgekehrt genauso. – Das Windertragsrisiko ist insgesamt nicht sehr hoch!

Nach dem vorgesehenen Beschluss: Was sind die nächsten Termine und vorzubereitenden Unterlagen zur Teilnahme an dem Gebotsverfahren? Wie wirkt sich die Schnelligkeit unserer Entscheidung auf den erzielbaren Ertrag aus?

Nächste Ausschreibung ist am 1.2. Danach 1.5. Genehmigungen werden wieder mehr. Je höher die Überzeichnung desto niedriger werden die Zuschlagspreise sein. Wir können Teilnahme drei Wochen vorher ganz gut prognostizieren. Wir rechnen mit Gebotspreis 5,9 Cent/kWh. Stand heute wäre ein Zuschlag zu dem Wert realistisch. Maximal können wir 6,2 Ct/kWh bieten, nach unten würden wir nicht mit unter 5,3 Cent/kWh reingehen.

Ja – das ist das Ziel und deshalb der enge Zeitplan! Heute sind die Ergebnisse für Ausschreibungen 1.12.2019 gekommen. 500 MW Ausschreibungsmenge, 660 MW Gebote, niedrigstes Gebot 5,71 Ct/kWH, höchster Zuschlagwert 6,11 Ct/kWh. Am 1.2 werden 700 MW ausgeschrieben. Wir rechnen Stand heute mit einer ähnlich leichten Überzeichnung.

In der Prognose werden für das Jahr 2027 über 6 Millionen € Einspeisevergütung erwartet. Was ist die Ursache? Gibt es 2027 besonders viel Wind 😉

An der Zeichnung möglicher Gesellschafterdarlehen bin ich persönlich interessiert. Sind besondere Risiken wie z.B. Nachrangigkeit o.ä. zu erwarten?

Risiken hier keine. ABER. Wir haben, und das ist aus unserer Sicht im Rahmen eines Publikumsfond gerechtfertigt, erst einmal ein „worst-case“ Szenario erstellt. Hier sind die Gesellschafterdarlehen als Option vorgesehen. Wir gehen erst einmal damit ins Rennen. Nach aller Wahrscheinlichkeit kommen wir wahrscheinlich ohne Gesellschafterdarlehen aus. Wir wissen, es ist bei manchen Gesellschaftern immer eine sehr gerne gesehene Variante einer zusätzlichen Kapitalanlage (wenn auch kurzfristig).
Vermutlich wird sie aber nicht benötigt. Ich bitte aber auch zu diesem Punkt einmal darum die Gesellschafterversammlung abzuwarten. Derzeit sind entsprechende Anfragen an finanzierende Banken sind raus. Wir erwarten hier alsbald die ersten Rückmeldungen.

Gibt es bez. der Projektierung/Projektsteuerung ein Vergleichsangebot (kompetente, an Aufträgen interessierte Ingenieurbüros gibt es genügend. Der kalkulierte Kostenblock erscheint trotz berücksichtigter Pachtvorauszahlung m.E. außerordentlich hoch)

Die tatsächlichen Planungskosten betragen 675 Teuro plus 120 Teuro Erfolgsfee. Das ist sehr weit unterhalb der HOAI-Kosten, die bei einem Fremdplaner angefallen wären. Im Übrigen sehen wir im Markt kaum Fremdplaner für solche Projekte und sehen erhebliche Qualitätsdefizite.

Gibt es mehrere Angebote für den Vollwartungsvertrag bzw. Jahresservice oder soll der Service automatisch an Vestas vergeben werden (ohne Vergleichsangebot)?

Kündigungsoption ist erst einmal nach 5 Jahren möglich. Derzeit gibt es bei den Vestas-Anlagen nur einen relevanten Wettbewerber, die Deutsche Windtechnik AG. Ein Schwesterunternehmen der wpd AG. Wir werden sicher ein gutes Angebot erhalten, können aber auch langfristig bei Vestas verbleiben.

Rückbau der Altanlagen: Werden diese bzw. Komponenten verkauft und ein a.o. Ertrag für die Gesellschaft generiert?

Die Nachfrage an gebrauchte WEA des Typ GE 1.5s ist sehr gering. Der Rückbau ist in der Alt-KG mit 670 Teuro kalkuliert. Das sollte zu machen sein. Wir werden im Markt nach dem günstigsten Anbieter suchen!

Wurden bei den beiden Windgutachten eigene Windmessungen durchgeführt? Wenn ja, welche Dauer und welche durchschn. Windgeschwindigkeit?

Es wurden keine standortspezifischen Windmessungen durchgeführt. Generell gilt, die verwendeten Referenzen für die Windgutachten müssen 2/3 der geplanten Nabenhöhe erreichen und in der räumlichen Nähe sein. Ist das nicht der Fall muss unter diesem Kriterium am Standort gemessen werden. Unsere bestehenden WEA mit 65m NH sind alleine also formal nicht ausreichend und es wurden deshalb von den Gutachtern neben den bestehenden WEA Gerbstedt und Ihlewitz am Standort auch auf die Erträge der benachbart stehenden Anlagen in Beesenstedt und Rottelsdorf zurückgegriffen sowie auf weitere WEA in unmittelbarer Standortnähe. Hier sind die maßgeblichen Referenzen Enercon E-82 und E-101 mit 98, 108 und 138 m sowie eine Vestas V90 mit 95 m. Diese WEA wurden dann nachgerechnet (plausibilisiert) und mit dem so nachgerechneten und plausibilisierten Modell die neuen WEA am Standort berechnet. Eine eigene Windmessung ist dann nicht mehr erforderlich. Zeitraum der ausgewerteten Ertragsdaten aller WEA rangiert zwischen 3 – 10 Jahren (je nach Standort).

Angeboten ist eine Lieferung der WEA nebst Infrastruktur zu 35 Mio. Euro Festpreis. Die Verantwortlichen der wpd sind mit Vestas in der Preisspezifizierung (da allerlei Sonderausstattung dazu kommt). Der Festpreis wird sich voraussichtlich nicht mehr ändern. Angeboten ist, dass wir zu den Rahmenkonditionen der wpd einkaufen und liefern lassen. Diese bewegen sich unterhalb der Preise die Gerbstedt erzielen kann (und das Lieferdatum ist voraussichtlich deutlich kürzer). Der Preisvorteil der wpd wird nicht vollumfänglich weiter gegeben und die wpd ist auch zu strikter Geheimhaltung der Preise verpflichtet.

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